|
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
|
|
|
Nano-Partikel gelangen im menschlichen Körper überall hin. Sie sind so klein, dass sie problemlos durch Zellbarrieren schlüpfen können. Dies macht sich die Medizin für die Therapie und die Diagnose zunutze:
Hier im Folgenden finden Sie einige nano-bedingte Fortschritte in der Therapie: Man belädt Nano-Partikelchen mit einem Medikament und benutzt sie als Transporter.
Auf diese Weise könnte in Zukunft beispielsweise ein Asthma-Wirkstoff sehr tief in die Bronchialäste eingebracht werden.
Andere Nano-Partikel fungieren als Trojanisches Pferd: Mit modifizierter mRNA bestückt dringen sie direkt in eine Tumorzelle ein und geben dort den Befehl zur Apoptose.Oder winzige Nano-Magnetteilchen werden an einen Wirkstoff gebunden und die flüssige Substanz injiziert. Wenn man jetzt lokal einen Magneten von außen anbringt, sammeln sich die Wirkstoffteilchen genau an der gewünschten Stelle. So wird etwa ein Entzündungsherd im Knie ohne Streuverluste von einem Entzündungsinhibitor erreicht.
Das Potential der Nano-Partikel in der Medizin ist damit aber noch nicht ausgeschöpft. Je nachdem, wie ihre Oberfläche gestaltet ist, können sie entweder zur Tarnung oder zur Enttarnung vor dem Immunsystem beitragen. Wenn etwa Langerhanssche Inselzellen transplantiert werden, kann man durch eine Tarnung vor dem Immunsystem erreichen, dass sie sich längerfristig in der Leber ansiedeln können.
Wenn Nano-Partikel an Amyloide im Gehirn anheften und damit Mikroglia-Zellen zum Abtransport anlocken, geht es um eine Enttarnung (mehr dazu unter Therapie hier im Ärzteforum, sowie unter Krankheiten auf dieser Homepage)
Auch die Diagnostik gewinnt durch den Einsatz von Nanotechnologie ganz neue Potentiale. Hier ist das gewinnbringende Element ebenfalls die Kleinheit der Nanopartikel, wodurch diese sich bis in die Zellen hinein im Körper verteilen können. Wenn die Nanopartikel aus dem entsprechenden Material hergestellt werden, sind sie biokompatibel und durch die neuen bildgebenden Verfahren leicht zu erkennen.
Der Einsatz von Nanotechnologie gelingt sowohl in vivo als auch in vitro.
1. In vivo:
Molekulare Bildgebung mit z. B. Magnet-Resonanz-Tomografie, Fluoreszenz, Autoradiografie etc. unter Zuhilfenahme von Nano-Partikeln
2. In vitro
-oder Labordiagnostik. Hier hat die Nanodiagnostik drei Vorteile. Erstens: Diagnose an Ort und Stelle. Dies ist z. B. mit einem Lab on a chip („Laborfreier Soforttest“) möglich. Zweitens: Schnelle Diagnose. Mit dem Prinzip „real time online partial alert“ entfällt etwa das zeitaufwändige Ansetzen von Kulturen (Bakterien, Pilze etc). Drittens: ultrafeine Messmethoden und dadurch Untersuchungen ohne Risiko. Dies ist z. B. bei einer PCR-unabhängigen Diagnose der Fall. So lassen sich mittels Nanotechnologie höchst vereinzelte Körperzellen aus dem Blutkreislauf herausfischen und zur Untersuchung heranziehen.
|
|
|
|
|
© 2004 TOPASS, "DAS Technologiezentrum für Nano Life Science in Europa."

|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|